Was ist der Pakt für Verkehrssicherheit?
Der „Pakt für Verkehrssicherheit“ ist eine gemeinsame Strategie des Bundesministeriums für Verkehr, der Länder, Kommunen sowie zentraler nichtstaatlicher Akteure, um die Zahl der Getöteten und Schwerstverletzten im Straßenverkehr zu senken. Im Rahmen des Paktes verpflichten sich alle Beteiligten, innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umzusetzen. Das Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung, das das Ziel hat, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu senken, ist der Beitrag des Bundes zum „Pakt für Verkehrssicherheit“.
Der Pakt versteht sich als ein Instrument, welches das Handeln aller zentralen Akteure im Bereich der Verkehrssicherheit unter dem Leitbild „Sichere Mobilität – jeder trägt Verantwortung, alle machen mit“ zusammenführt und aufeinander abstimmt. Da die Umsetzung der Vision Zero eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt, wurden bei der Erarbeitung der Strategie über 400 nichtstaatliche Akteure eingebunden. Während die Bundesländer und Kommunen die Bereiche Überwachung, Verkehrserziehung und Straßeninfrastruktur verantworten, soll sich die Industrie für technische Entwicklungen und die Verbände für die Integration des Themas Verkehrssicherheit innerhalb ihres Arbeitsbereiches einsetzen.
Was ist das Ziel des Paktes für Verkehrssicherheit?
Der „Pakt für Verkehrssicherheit“ hat das Ziel, die Verkehrssicherheitsarbeit effizienter und effektiver zu gestalten, um perspektivisch die Vision Zero zu erreichen. Dafür wurden auf Basis der zentralen Herausforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit zwölf Handlungsfelder definiert, an denen Länder, Kommunen und alle weiteren Akteure ihre Maßnahmen ausrichten können. Die Schwerpunkte sollen helfen, Handlungsbedarfe zu erkennen und zu einem koordinierten Vorgehen führen, bei denen Synergien zwischen den unterschiedlichen Maßnahmen genutzt werden können. Das erste Handlungsfeld sichere Mobilität versteht sich als übergeordnete Querschnittsaufgabe, für die alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eine Verantwortung tragen.
Handlungsfelder:
- Sichere Mobilität – jeder trägt Verantwortung, alle machen mit.
- Mobilität von Kindern und Jugendlichen
- Sicherer Radverkehr
- Sicherer Fußverkehr und Teilhabe für alle
- Motorradfahren – gut und sicher
- Lernen im Wandel der Mobilität
- Zukunftstechnologien, Automatisierung und Digitalisierung
- Güterverkehr und Logistik
- Unfallfolgen mindern
- Zukunftsfähige Vorgaben und Verordnungen
- Verbesserung des Verkehrsklimas
- Bestehende und wirksame Maßnahmen fördern, verbessern und flächendeckend umsetzen
Die zwölf Handlungsfelder dienen als strategischer Rahmen für die koordinierte Entwicklung von Maßnahmen in den Bereichen Mensch, Infrastruktur und Fahrzeug. Bereits umgesetzte Projekte der beteiligten Akteure sowie weitere Hintergrundinformationen zur Umsetzung werden auf der Internetseite des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) zum Pakt für Verkehrssicherheit vorgestellt.
Publikationen zum Thema (2)
Kommunikationsmaßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit
Quellen (5)
Bundesministerium für Verkehr (BMV), 2020: Gemeinsame Strategie für die Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland 2021-2030. Zugriff: https://www.bmv.de, Suche („Pakt für Verkehrssicherheit“) [abgerufen am 05.11.2025].
Bundesministerium für Verkehr (BMV), 2025: Pakt für Verkehrssicherheit. Zugriff: https://www.bmv.de, Suche („Pakt für Verkehrssicherheit“) [abgerufen am 05.11.2025].
Bundesministerium für Verkehr (BMV), 2025: Verkehrssicherheitsprogramm 2021 bis 2030. Zugriff: https://www.bmv.de, Suche („Pakt für Verkehrssicherheit“) [abgerufen am 05.11.2025].
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e. V., 2025: Projekte. Zugriff: https://www.dvr.de, Über uns, Pakt für Verkehrssicherheit, Projekte [abgerufen am 05.11.2025].
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e. V., 2025: Überblick und Hintergrund. Zugriff: https://www.dvr.de, Über uns, Pakt für Verkehrssicherheit, Überblick und Hintergrund [abgerufen am 05.11.2025].