Initiative RadKULTUR: Radverkehrskommunikation in Baden-Württemberg

RadCheck vor Ort: Menschen stehen an, um ihr Fahrrad am Informationsstand durchchecken zu lassen.
Quelle: Initiative RadKULTUR, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg / Ben Bürkle

Was ist  RadKULTUR?

Die Initiative lädt zum Mitmachen und direkten Erleben ein: Gemeinsam mit den vom Land Baden-Württemberg geförderten RadKULTUR-Kommunen, Unternehmen und weiteren Partnern bietet sie Wettbewerbe, Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen und Service-Angebote, die den Spaß am Fahren und den Nutzen des Radfahrens erlebbar machen. Dabei rückt die Kampagne das Lebensgefühl der Menschen in den Fokus. Im Mittelpunkt der einzelnen Maßnahmen steht daher immer, das Fahrradfahren als unkompliziert, praktikabel und gewinnbringend für die Lebensqualität und Umwelt zu zeigen.

Welche Ziele werden mit der Initiative RadKULTUR verfolgt?

Die Initiative RadKULTUR zeigt den Bürgerinnen und Bürgern das Fahrrad als selbstverständliches Verkehrsmittel im Alltag und seine Vorteile auf und möchte so zur dauerhaften Veränderung des Mobilitätsverhaltens beitragen. Damit soll der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr in Baden-Württemberg langfristig gesteigert werden.

Wie erfolgte die konkrete Umsetzung?

Die Initiative bietet verschiedene Module für Kommunen und Unternehmen an. Neben physischen Angeboten (z. B. das Ausleihen einer Pedelec-Testflotte oder das Aufstellen von RadService-Punkten) handelt es sich bei den meisten Modulen um konkrete Aktions- und Angebotsideen. Zu den Aktionen gehören beispielsweise der beliebte RadCheck, bei dem die Räder der Teilnehmenden auf ihre Verkehrstauglichkeit hin geprüft werden, ein Fotowettbewerb, ein Aktionstag rund um das Fahrrad oder eine Schnitzeljagd auf dem Rad. Im Rahmen der Kommunenförderung können außerdem ein Lastenrad-Verleih für die Bürgerinnen und Bürger eingerichtet oder eine Broschüre für Neubürgerinnen und Neubürger erstellt werden. Neben der Unterstützung bei der Umsetzung der Module erhalten die Förderkommunen eine intensive Betreuung durch professionelle Agenturen. Ein wichtiger Baustein der Initiative ist die Förderung der Aktion STADTRADELN.

Für alle Module und das STADTRADELN gibt es begleitende Kommunikationswerkzeuge wie Textbausteine, Aktionsvorlagen oder individualisierbare Materialien wie Plakate, denn eine positive Kommunikation ist zentral für das Ziel der Initiative. Mitgliedskommunen der AGFK-BW können sich um kleine (zwei Module) und große (individuelles Jahresprogramm) Förderpakete zur Unterstützung bewerben.

Ergänzend gibt es identifikationsstiftende Werbemittel, die mit dem Kommunenlogo individualisiert werden können, Die Webseite samt Kalender und interaktiver Karte bündelt alle Informationen zur Kampagne und den Aktionen in den Förderkommunen. Zusätzlich berät eine zentrale Servicestelle bei Fragen und Anliegen.

Darüber hinaus setzt die Initiative landesweite Aktionen um und macht Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Eine landesweite Kampagne benötigt auch landesweit aktive Akteure als Partner, um so eine größere Wirksamkeit sicherzustellen. Die Initiative RadKULTUR arbeitet mit landesweiten Aktionen, aber auch lokal vor Ort in den Kommunen. Hierbei ist die Unterstützung der jeweiligen Kommunenspitzen ein Erfolgsfaktor. Die Heterogenität der baden-württembergischen Kommunen (kleine Gemeinde bis Großstadt, Landkreise) stellt die Konzeption landesweiter Angebote vor eine Herausforderung.

Bei den RadKULTUR-Angeboten für Arbeitgeber bedeutet das Zusammenspiel aus unterschiedlichen Corporate Designs – der Unternehmen und der Initiative – manchmal eine Hürde. Häufig ist die Personalkapazität für die Radverkehrskommunikation bei Kommunen und Unternehmen knapp. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Die Initiative RadKULTUR schafft Relevanz für das Thema und unterstützt Kommunen und Arbeitgeber dabei, die Radverkehrskommunikation auf die Agenda zu setzen.

Borschüre für Unternehmen [abgerufen am 30.05.2022].
Förderoptionen für Kommunen [abgerufen am 30.05.2022].
Seite der Initiative RadKULTUR [abgerufen am 30.05.2022].
2012:

Projektstart für Kommunen und Landkreise

2017:

Beginn STADTRADELN-Förderung

2018:

Aufnahme von Angeboten für Unternehmen

2020:

Rekord beim STADTRADELN: bundesweit meiste teilnehmende Kommunen

2022:

Veröffentlichung der RadKULTUR-App

Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 2020: RadKULTUR Baden-Württemberg. Für Gemeinden, Städte und Landkreise. Zugriff: https://www.radkultur-bw.de/, Kommunen, Förderung, Broschüre mit allen Informationen [abgerufen am 30.05.2022].
RadKULTUR, o. J.: Die Initiative. Zugriff: https://www.radkultur-bw.de, Die Initiative [abgerufen am 30.05.2022].