Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt

Fahrrad auf der Radschnellverbindung Darmstadt-Frankfurt am Main
Quelle: KOM3

Was ist der Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt?

Der Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt ist Hessens erster Radschnellweg. Er verläuft meist parallel zur dortigen Bahntrasse auf 30 km Länge zwischen Frankfurt und Darmstadt und soll Pendelnde zum Umsteigen vom Auto und Nahverkehr auf das Fahrrad bewegen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2015 wurde die Umsetzung eines Radschnellweges zwischen Frankfurt und Darmstadt untersucht. Ein erstes Teilstück wurde im Juni 2019 eröffnet. Seitdem sind insgesamt 4,3 Kilometer fertiggestellt. Die weiteren Abschnitte werden in den nächsten Jahren folgen.

Durch die kreuzungsfreie und möglichst direkte Verkehrsführung rechnet der Regionalverband FrankfurtRheinMain mit um 30 bis 50 Prozent kürzeren Fahrzeiten. Komfort und Sicherheit sollen durch ausreichend breit dimensionierte Trassen und eine hohe, witterungsunabhängige Qualität der Oberflächen gewährleistet werden.

Welche Ziele werden mit dem Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt verfolgt?

Das Rhein-Main Gebiet ist durch umfangreiche Pendelverflechtungen und ein Wachstum sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze geprägt. Im dicht besiedelten Ballungsraum liegen größere Städte wie Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz oder Offenbach am Main in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander und erzeugen komplexe Pendelströme. Wichtige Ziele wie Industrie- und Wirtschaftsstandorte, Wohnquartiere und bedeutende Verkehrsknotenpunkte liegen vergleichsweise dicht beieinander und können – entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt – schnell und komfortabel auch mit dem Fahrrad erreicht werden.

Wie erfolgte die konkrete Umsetzung?

Das erste Teilstück mit einer durchgängigen Fahrbahnbreite von mindestens vier Metern und einer Länge von rund 3,6 km wurde innerhalb von neun Monaten fertiggestellt. Die Kosten beliefen sich auf etwa 3,8 Millionen Euro und wurden zu 80 Prozent vom Land Hessen getragen. Die Machbarkeitsstudie wurde zu 50 Prozent vom Land finanziert. Die Komplementärfinanzierung stemmten der Kreis Offenbach und die Kommunen Darmstadt, Egelsbach und Erzhausen. Die Kosten für die Gesamtstrecke werden auf 43 Millionen Euro geschätzt. Neben der Fahrbahnentwicklung wurden zudem weitere Investitionen getätigt. Unter anderem wurde eigens für den Radschnellweg eine Straßenkreuzung verlegt und überdachte Service-Stationen mit Luftpumpen und Werkzeug errichtet. Die Beleuchtung des Radschnellweges wird durch eine Photovoltaikanlage betrieben, ist elektrisch dimmbar und schaltet sich mithilfe eines Bewegungssensors aus und ein.

Als Herausforderungen werden die abschnittsweisen Planungen und Klärung der erforderlichen Genehmigungen (keine Planfeststellung) genannt.

06.06.2019:

Einweihung erstes Teilstück

2020:

Baubeginn zweites Teilstück

2023:

Finalisierung gesamtes Projekt

Echo, 24.10.2019: Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt: 2020 kommt der nächste Abschnitt, Zugriff: https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/radschnellweg-frankfurt-da… [abgerufen am 03.03.2020].
Regionalverband FrankfurtRheinMain, 2015: Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie. Zugriff: https://www.region-frankfurt.de/media/custom/3255_66_1.PDF?1565078829 [abgerufen am 06.03.2020].
Regionalverband FrankfurtRheinMain, 2017: Radschnellweg in der Region FrankfurtRheinMain. Zugriff: https://www.region-frankfurt.de/ [abgerufen am 06.03.2020].
Regionalverband FrankfurtRheinMain, 2019: Radschnellwege. Zugriff: https://www.region-frankfurt.de/, Radschnellwege [abgerufen am 03.03.2020].

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