Transdanube.Pearls: Netzwerk für nachhaltige Mobilität entlang der Donau

Was ist das Projekt Transdanube.Pearls?

„Transdanube.Pearls: Netzwerk für nachhaltige Mobilität entlang der Donau“ ist ein Projekt aus dem Programm der transnationalen Zusammenarbeit, kurz Interreg B. Interreg B ist auf die Ziele der EU-Strategie "Europa 2020" ausgerichtet und trägt zur territorialen Integration, also zum Zusammenwachsen der Regionen, bei. Insgesamt nehmen an dem Projekt Transdanube.Pearls elf Destinationen aus acht Ländern teil. Im Rahmen des Projekts bilden In Deutschland die Städte Ulm und Neu-Ulm als Destination die sogenannte „Donauperle“. Sie wird vertreten durch die Ulm Neu-Ulm Touristik.

Welche Ziele werden mit dem Projekt Transdanube.Pearls verfolgt?

Die elf Netzwerkmitglieder wollen gemeinsam Touristen die Möglichkeit bieten, die Donauregion mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten zu erkunden. Damit ist sowohl die Reise zwischen den „Perlen“ aber auch die Mobilität innerhalb eines Reiseziels gemeint. Des Weiteren wurden folgende Punkte umgesetzt:

  • zehn Mobilitätszentralen eingerichtet, in denen man vor Ort Informationen zu nachhaltigen Reisemöglichkeiten erhält, um die wichtigsten touristischen Attraktionen eines Reiseziels zu besuchen.
  • nachhaltige Mobilitätsangebote wie Fahrradverleih und Fahrradmitnahmemöglichkeiten oder flexible öffentliche Transportsysteme eingeführt, um bestehende Mängel im Verkehrsnetz auszugleichen
  • 25 Mobilitätsmanagerinnen und -manager ausgebildet, die in ihren Regionen als Botschafterinnen und Botschafter einer nachhaltigen Mobilität fungieren
  • viele weitere Aktivitäten organisiert, die es Besucherinnen und Besucher einfacher machen, auf nachhaltige Weise die Donauregion zu bereisen.
  • Netzwerkgründung „Danube Pearls“:Broschüre „Blaue Donau auf grünen Wegen“ wurde entwickelt mit Reisetipps und Reiseangeboten entlang der Donau mit buchbaren Paketen

Wie erfolgte die konkrete Umsetzung?

Ein Zertifizierungsprozess bildet die Grundlage einer Mitgliedschaft im Netzwerk. Dieser basiert auf einem Kriterienkatalog sowie einer gemeinsamen Vision für sanfte Mobilität im Tourismus entlang der Donau. Die Vision diente als Grundlage für die Qualifizierung von 25 Mobilitätsmanagerinnen und -managern. Diese führten wiederum 13 regionale Schulungen durch, in denen über Ideen und Maßnahmen zur Ausweitung nachhaltiger Mobilitätsangebote diskutiert wurde. Im Rahmen des Projekts wurden neue Fahrradverleihmöglichkeiten, Bus-Shuttles, Fahrradnetzwerke und weitere öffentliche Beförderungssysteme eingeführt und vermarktet. Zusätzlich wurden zehn Mobilitätszentralen entlang der Donau eingerichtet, die über die umweltfreundlichen Reisemöglichkeiten vor Ort informieren.

Der Förderzeitraum des Projektes war von Januar 2017 bis Juni 2019. Auch nach Ablauf der Förderung hat das grenzüberschreitende Netzwerk weiter zusammengearbeitet, sodass sich die Partnerinnen und Partner auch zukünftig gegenseitig unterstützen und voneinander profitieren können. Das zeigt sich weiterhin z. B. durch gemeinsam geschnürte Reisepakete und nachhaltige Mobilitätsangebote.

Gemeinsame Standards unterstützen die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote, bedarfsgerechte Verwaltungsstrukturen, fördern das Besuchermanagement sowie notwendige Kommunikations -und Marketingaktivitäten. Während die gemeinsamen Standards als Leitlinie für Destinationen dienen, um Nachhaltigkeit in der Region stärker zu verankern, bilden Regionale Tourismus- und Mobilitätspläne (Sustainable Regional Tourism Mobility Plans, SRTMP) den strategischen Rahmen für die Verbesserung einer nachhaltigen Mobilität im Tourismus auf Ebene der einzelnen Destinationen.

Die Region Ulm/Neu-Ulm hat ein durch das Bundesprogramm „Transnationale Zusammenarbeit“ gefördertes Andockprojekt „Nachhaltige Mobilität in Ulm/Neu-Ulm“ ins Leben gerufen, das vom 15.08.2019 - 30.06.2021 von dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm umgesetzt wurde. In dem Projekt geht es darum, an die Arbeiten des Projekts „Transdanube.Pearls“ anzuschließen und die Maßnahmen zu vertiefen. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung eines CO2 armen Verkehrs und somit auch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.

Das Andockprojekt „Nachhaltige Mobilität in Ulm/Neu-Ulm“ ist in drei Arbeitspakete unterteilt:

  • Arbeitspaket 1: Koordination und Vorantreiben der Maßnahmenumsetzung des Regionalen Tourismus- und Mobilitätsplans für die Region Ulm/Neu-Ulm
  • Arbeitspaket 2: Vorbereitung auf die physische Mobilitätszentrale in Ulm mit institutionsübergreifender Mobilitätsberatung für Gäste
  • Arbeitspaket 3: Verstetigung und Verfestigung der sektoren- und institutionenübergreifenden Zusammenarbeit der Tourismus- und Mobilitätsakteure in der Region Ulm/Neu-Ulm

Eine Herausforderung im Projekt war die unterschiedliche Ausgangssituation der einzelnen Projektpartner und späteren Destinationen der „Danube Pearls“. Die Unterschiede in der Verfügbarkeit von nachhaltigen Verkehrsmitteln und die infrastrukturelle Ausstattung ist in jedem der teilnehmenden Donauländer sehr unterschiedlich. Der Lösungsansatz für diese Herausforderung war die Erarbeitung und Festlegung eines gemeinsamen Kriterienkataloge für eine Danube Pearl.

Abschlussbroschüre [abgerufen am 25.11.2022].
Danube.Pearls Homepage [abgerufen am 25.11.2022].
Donaubüro Ulm/Neu-Ulm [abgerufen am 25.11.2022].
INTERREG Projektseite [[abgerufen am 25.11.2022].
Kriterienkataloge [abgerufen am 25.11.2022].
Projektflyer [abgerufen am 25.11.2022].
Reisebroschüre [abgerufen am 25.11.2022].
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), o. J.: Transdanube.Pearls (Donauraum). Zugriff: https://www.interreg.de, Projekte, Gute Beispiele, Mobilität und Verkehr [abgerufen am 25.11.2022].
Danube.Pearls, o. J.: Danube.Pearls. Zugriff: https://www.danube-pearls.eu/ Info [abgerufen am 25.11.2022].
Donaubüro Ulm/ Neu-Ulm, 2022.
Donaubüro Ulm/Neu-Ulm, o. J.: Nachhaltige Mobilität in Ulm/Neu-Ulm. Zugriff: https://donaubuero.de/, Projekte, Nachhaltige Mobilität Ulm/Neu-Ulm, Projekt Info [abgerufen am 25.11.2022].